FIRE-Rechner Schweiz:
Wann kannst du aufhören zu arbeiten?
Der FIRE-Rechner für die Schweiz und Liechtenstein – gerechnet mit Vermögenssteuer, AHV-Beiträgen und Krankenkasse, die in amerikanischen Rechnern schlicht fehlen. Zahlen aus BFS, ESTV, BAG und UBS – Quellen unten, alles rechnet lokal in deinem Browser.
Frühpensionierung berechnen: dein Weg zur finanziellen Unabhängigkeit
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Vermögensentwicklung
Ländervergleich
Wo könntest du schon jetzt aufhören?
Dieselben Ersparnisse reichen in verschiedenen Ländern unterschiedlich weit. Die Tabelle rechnet deine Ausgaben auf das Preisniveau des jeweiligen Landes um und zeigt, wann dein Vermögen dort trägt.
Lohnvergleich Schweiz: wo stehst du?
Dein Lohn und Vermögen, eingeordnet in die amtliche Schweizer Statistik.
Die Einordnung beruht auf den zuletzt veröffentlichten Zahlen von Bundesamt für Statistik und Eidgenössischer Steuerverwaltung. Zwischen den amtlichen Stützstellen wird interpoliert – die Quellen stehen weiter unten.
Häufige Fragen
Frühpensionierung in der Schweiz – die wichtigsten Fragen
Wie viel Geld brauche ich für die Frühpensionierung in der Schweiz?
Als Faustregel gilt: Jahresausgaben geteilt durch die Entnahmerate. Bei CHF 60’000 Ausgaben und 3.5 % Entnahme wären das rund CHF 1.7 Mio. In der Schweiz kommen aber zwei Kosten dazu, die am Vermögen hängen: die Vermögenssteuer und der AHV-Beitrag für Nichterwerbstätige. Rechnet man beide ein, steigt der Bedarf auf rund CHF 2.4 Mio. – etwa CHF 540’000 mehr. Der Rechner oben macht genau diese Rechnung mit deinen Zahlen.
Gilt die 4-Prozent-Regel auch in der Schweiz?
Nur eingeschränkt. Die Regel stammt von Bengen (1994) und der Trinity-Studie (1998) – beide auf 30 Jahre und ausschliesslich auf US-Daten. Pfau prüfte 2010 siebzehn Länder über 109 Jahre: Die 4-Prozent-Regel hätte nur in etwa vier davon gehalten. Für eine Frühpensionierung ist der Horizont zudem deutlich länger als 30 Jahre. In der Schweizer FIRE-Praxis gelten 3.25 bis 3.5 % als übliche Grössenordnung – deshalb ist 3.5 % voreingestellt.
Muss ich AHV zahlen, wenn ich früh aufhöre zu arbeiten?
Ja. Die Beitragspflicht läuft bis zum Referenzalter 65 weiter, auch ohne Erwerbstätigkeit. Bemessen wird sie nach dem Vermögen: 2026 zwischen CHF 530 und CHF 26’500 pro Jahr. Das wird in Schweizer FIRE-Rechnungen häufig übersehen und ist einer der Gründe, warum amerikanische Rechner hier zu tiefe Zahlen liefern. In Liechtenstein liegt die Spanne bei CHF 368.55 bis CHF 12’285.
Wie stark drückt die Vermögenssteuer meine Entnahmerate?
Deutlich, weil sie am Vermögen hängt und nicht an den Ausgaben. Bei 3.5 % Entnahme und 0.5 % Vermögenssteuer bleiben zusammen mit dem AHV-Beitrag noch rund 2.7 % zum Leben. Die Sätze sind kantonal und kommunal und liegen grob zwischen 0.02 und 1.0 % – im Rechner ist das ein verstellbarer Richtwert. Von 38 OECD-Staaten erheben überhaupt nur vier eine Vermögenssteuer: Norwegen, Spanien, die Schweiz und Kolumbien.
Sind Kapitalgewinne in der Schweiz steuerfrei?
Für Privatpersonen ja – Kursgewinne auf Wertschriften sind nach Art. 16 Abs. 3 DBG steuerfrei. Dividenden und Zinsen sind dagegen als Einkommen steuerbar. Für eine Entnahmestrategie heisst das: Anteile verkaufen ist steuerlich günstiger als von Dividenden zu leben – das Gegenteil der verbreiteten amerikanischen Empfehlung. Bei sehr hoher Handelstätigkeit kann die Abgrenzung zum gewerbsmässigen Wertschriftenhandel relevant werden; die Kriterien stehen im Kreisschreiben 36 der ESTV.
Ab wann kann ich die Säule 3a und die Pensionskasse beziehen?
Frühestens fünf Jahre vor dem Referenzalter, also ab 60. Das gilt für die Säule 3a und für Freizügigkeitskonten. Wer früher aufhört, muss die Jahre bis 60 aus dem freien Vermögen überbrücken. Ein gestaffelter Bezug über mehrere Steuerjahre senkt die Kapitalleistungssteuer spürbar, weil alle Bezüge desselben Jahres zusammengerechnet werden.
Was ist der Medianlohn in der Schweiz?
CHF 7’024 brutto pro Monat, standardisiert auf ein 100-Prozent-Pensum – das sind rund CHF 84’300 im Jahr. Die Zahl stammt aus der Lohnstrukturerhebung 2024 des Bundesamts für Statistik. Das 10. Perzentil liegt bei CHF 4’635, das 90. bei CHF 12’526 pro Monat. Wo dein eigener Lohn steht, zeigt der Vergleich weiter oben.
Wie viel Vermögen hat ein durchschnittlicher Schweizer?
Das kommt darauf an, welche Zahl man nimmt – und die beiden gängigen unterscheiden sich stark. Der UBS Global Wealth Report 2026 nennt ein Medianvermögen von rund CHF 117’800 je erwachsene Person, bei einem Mittelwert von rund CHF 736’900. Diese grosse Lücke zeigt, wie ungleich Vermögen verteilt ist. Die Steuerstatistik der ESTV kommt auf andere Werte, weil sie Pensionskassen- und Säule-3a-Guthaben gar nicht erfasst.
In welchen Ländern könnte ich mit meinem Vermögen früher aufhören?
Der Ländervergleich oben rechnet deine Ausgaben auf das Preisniveau von 62 Ländern um. Neben den tieferen Lebenskosten wirkt ein zweiter Effekt: Vermögenssteuer und AHV-Beitrag für Nichterwerbstätige entfallen im Ausland fast überall, was die Entnahmerate spürbar entlastet. Zu beachten sind aber die steuerlichen Regelungen im Zielland – Portugals NHR-Regime ist seit 2024 für Neuzugänge geschlossen, Spanien erhebt eine Vermögenssteuer, Griechenland und Italien kennen Pauschalregelungen für Zuziehende.
Was kostet die Nutzung des Rechners?
Nichts. Der Rechner ist kostenlos, verlangt keine Anmeldung und rechnet vollständig im Browser – deine Eingaben verlassen dein Gerät nicht. Wer die Entwicklung laufend verfolgen will, findet in der FinanzDuett-App den monatlichen Check dazu.
Aus einer Momentaufnahme wird ein Plan.
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Für iOS & Android · Ab CHF 5.–/Monat
Methodik und Quellen
Alle Zahlen stammen aus amtlichen oder öffentlich belegten Quellen. Wo interpoliert oder vereinfacht wird, steht es hier.